GRUSSWORT DES KONGRESSPRÄSITENTEN PROF. DR. SCHLOMO STASZEWSKI UND
DER KONGRESS-VIZEPRÄSIDENTIN DR. BRIGITTE SCHMIED

PETRA ROTH - OBERBÜRGERMEISTERIN DER STADT FRANKFURT AM MAIN
ULLA SCHMIDT - BUNDESGESUNDHEITSMINISTERIN
DR. ANDREA KDOLSKY - ÖSTERREICHISCHE BUNDESMINISTERIN FÜR GESUNDHEIT, FAMILIE UND JUGEND
DR. MED. URSULA STÜWE -PRÄSIDENTIN DER LANDESÄRZTEKAMMER HESSEN
ROLAND KOCH - HESSISCHER MINISTERPRÄSIDENT


GRUSSWORT DES KONGRESSPRÄSITENTEN PROF. DR. SCHLOMO STASZEWSKI UND
DER KONGRESS-VIZEPRÄSIDENTIN DR. BRIGITTE SCHMIED
 
Prof. Dr. Schlomo Staszewski
Kongresspräsident
 
     
 
Dr. Brigitte Schmied
Kongress-Vizepräsidentin
 

Wir freuen uns, Sie in Frankfurt am Main begrüßen zu dürfen und heißen Sie zum Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongress DÖAK 2007 herzlichst willkommen!

AIDS hat sich innerhalb von nur 25 Jahren zur größten Pandemie unseres Zeitalters entwickelt. Am stärksten betroffen sind die Bevölkerungen in den armen Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Osteuropas. Die zunehmenden Neuinfektionen mit HIV auch im deutschsprachigen Raum, die komplexen Behandlungsstrategien mit ihren vielfältigen und oft neuen Nebenwirkungen, sowie eine steigende Zahl von Patienten mit resistenten Viren machen es notwendig, bisherige Strategien im Kampf gegen AIDS zu überdenken und die Suche nach anderen Ansätzen und Herangehensweisen zu intensivieren. Es geht darum, die weitere Ausbreitung der Infektion in der Bevölkerung zu begrenzen, die internationalen Entwicklungen nicht zu übersehen, die Krankheitsmanifestationen und Sterblichkeit zu reduzieren, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und der gesellschaftlichen Stigmatisierung entgegenzutreten. Dies erfordert ein multidisziplinäres Vorgehen. Der Erfolg unserer Bemühungen wird umso nachhaltiger sein, je besser es gelingt, die verschiedenen Disziplinen, die sich mit der HIV-Infektion beschäftigen, miteinander zu vernetzen.

Unter dem Motto „anders denken“ bietet der DÖAK 2007 als bedeutendster und größter deutsch-sprachiger Fachkongress für alle im Bereich HIV/AIDS Tätigen und Interessierten eine Plattform, um neue Informationen, Erfahrungen und Entwicklungen auszutauschen und zu diskutieren. Der DÖAK 2007 möchte, wie die früheren Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongresse, einen Beitrag zur Integration der Aktivitäten von AIDS-Forschern, Medizinern, Community, Angehörigen sozialer Berufe, Sozialwissenschaftlern und Pflegekräften im Kampf gegen AIDS leisten.

Der DÖAK 2007 ist bereits der dritte Kongress, der gemeinsam von der Deutschen AIDS-Gesellschaft und der Österreichischen AIDS-Gesellschaft in zweijährigen Abständen veranstaltet wird. Sichtbarer Ausdruck des Leitthemas „anders denken“ ist auch die Öffnung des Kongresses nach außen. Mit einem umfangreichen öffentlichen Programm wendet sich der Kongress hin zu allen gesellschaftlichen Kreisen, hin zur Wirtschaft und Politik, hin zur Schule und Jugendlichen und hin zum einzelnen Menschen – egal, ob positiv oder negativ.

Wir wünschen Ihnen einen interessanten und anregenden Kongress sowie einen angenehmen Aufenthalt in Frankfurt und hoffen, dass Ihre Erwartungen erfüllt werden!

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GRUSSWORT DER OBERBÜRGERMEISTERIN DER STADT FRANKFURT AM MAIN
PETRA ROTH
 
Petra Roth
Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main
Mitglied des DÖAK-Ehrenpräsidiums
 


Zum dritten Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongress vom 27. bis 30. Juni 2007 heiße ich Sie herzlich in Frankfurt am Main willkommen. Es freut mich sehr, dass Sie Frankfurt als Kongressort gewählt haben. Am hiesigen Universitätsklinikum
wurde 1982 die erste bundesweite AIDS-Diagnose gestellt und seitdem spielen die Erforschung, Betreuung und Aufklärung zu HIV und AIDS eine wichtige Rolle in unserer Stadt.

Die AIDS-Panik der frühen Jahre ist einer gefährlichen Unbekümmertheit gewichen. In der Bundesrepublik sind die Neuinfektionen 2005 um 13% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Das ist ein bedenklicher Trend, denn trotz verbesserter antiretroviraler Medikamente bleibt AIDS eine überaus gefährliche Erkrankung.

Wir dürfen deswegen nicht nachlassen, immer wieder über die lebenswichtige Prävention vor einer HIV-Infektion aufmerksam zu machen.

Der Deutsch-Österreichische AIDS-Kongress ist der bedeutendste deutschsprachige Fachkongress zu HIV und AIDS und widmet sich schwerpunktmäßig der Herausstellung von interdisziplinären Strategien zur Bekämpfung von HIV und AIDS. Gerne habe ich daher einen Sitz im Ehrenpräsidium übernommen.

Sehr gerne beteiligen sich auch die Stadt Frankfurt mit ihrem Gesundheitsamt sowie Frankfurter Schulen an mehreren Projekten des Kongresses zur Prävention.

In gemeinsamer Anstrengung und Verantwortung werden wir weiter daran arbeiten, die Verbreitung von HIV einzudämmen und die erkrankten Menschen möglichst optimal zu betreuen.

Den Organisatoren und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünsche ich einen erfolgreichen Verlauf der Veranstaltung, einen guten länderübergreifenden Austausch und viele Anregungen, die Sie in Ihrer künftigen Arbeit umsetzen können.

Es würde mich freuen, wenn Sie neben Ihrem reichhaltigen Tagungsprogramm auch noch Zeit und Muße fänden, einige Sehenswürdigkeiten von Frankfurt näher kennen zu lernen. Auch hierfür wünsche ich Ihnen einen schönen Aufenthalt in
unserer Stadt.

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GRUSSWORT DER BUNDESGESUNDHEITSMINISTERIN
ULLA SCHMIDT
 
Ulla Schmidt
Bundesgesundheitsministerin
Mitglied des DÖAK-Ehrenpräsidiums
 

„Anders denken“ lautet das Motto des Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongresses, der vom 27. bis zum 30. Juni 2007 in Frankfurt am Main stattfinden wird. Als Ehrenpräsidentin der Konferenz freue ich mich, mit der Bundesrepublik Deutschland
Gastgeberin für diese außerordentlich wichtige Veranstaltung sein zu können.

Bei dem inzwischen 25 Jahre währenden Kampf gegen die Immunschwächekrankheit war es immer wieder notwendig, neu und anders zu denken. Die relativen Erfolge, die wir in den westlichen Ländern bisher vorzuweisen haben, gründen auch auf der Offenheit und Diskursfähigkeit der verschiedenen Fachdisziplinen, der Zivilgesellschaft, den Regierungs- und den Nicht-Regierungsorganisationen.

Zum dritten Mal bieten die Deutsche AIDS-Gesellschaft und die Österreichische AIDS-Gesellschaft gemeinsam mit diesem größten deutschsprachigen Kongress zu HIV und AIDS ein Forum hierfür. Wie schon bei den vorangegangenen Konferenzen in Hamburg und Wien werden sich Forscher, Praktiker und Experten aus unterschiedlichen Disziplinen der Medizin, Sozialwissenschaft und Community der beiden Länder treffen. Sie werden sich über ihre Erfahrungen austauschen und ihr Wissen weitergeben und damit einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von HIV und AIDS leisten.

Thematisch betonen will der Kongress auch die HIV-spezifischen Fragen und Probleme von Frauen. Ich begrüße es, dass die Wissenschaft und Forschung die weiblichen Aspekte von HIV und AIDS stärker berücksichtigt. Der Kongress setzt damit ein deutliches Zeichen auch über die Grenzen des deutschsprachigen Raumes hinaus. Denn anders als in Deutschland und Österreich, wo mehr Männer als Frauen mit dem HI-Virus leben, betrifft weltweit jede zweite HIV-Infektion eine Frau. Auch mit seinem Schwerpunkt auf dem Thema Migration bekennt sich der Kongress zu der globalen Dimension der HIV-Epidemie.

Der Kongress öffnet sich mit einem umfangreichen Rahmen- und Kulturprogramm auch für die Bevölkerung. So können die verschiedenen Ebenen deutlich werden, auf denen wir gegen HIV und AIDS handeln müssen. Einblicke, die besonders für
junge Menschen wichtig sind. Denn deren Kompetenzen werden mit entscheiden, wie wir in Zukunft gegen die Ausbreitung von HIV und AIDS antreten können.

Ich wünsche den Veranstaltern, dass sich viele diskussionsfreudige Fachleute und Interessierte auf dem 3. Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongress in Frankfurt am Main versammeln, um gemeinsam „anders zu denken“.
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GRUSSWORT DER ÖSTERREICHISCHEN BUNDESMINISTERIN FÜR GESUNDHEIT, FAMILIE UND JUGEND
DR. ANDREA KDOLSKY
 
Dr. Andrea Kdolsky
Österreichische Bundesministerin für
Gesundheit, Familie und Jugend
 
Der Kampf gegen HIV/AIDS ist eine der größten Herausforderungen im Bereich der globalen Gesundheitspolitik. Pro Jahr infizieren sich rund fünf Millionen Menschen – vorwiegend junge Frauen mit HIV. Durch die zunehmende Mobilität der Menschen, betrifft diese Gefahr nicht nur Entwicklungsländer in Afrika sondern alle Staaten dieser Welt. In Europa zeigen die jüngsten Entwicklungen, dass dramatisch hohe Infektions-Raten in verschiedenen Bevölkerungsgruppen ein konstanter Risikofaktor für die weitere Verbreitung dieser Immunschwächekrankheit sind. Wir müssen deshalb gemeinsam, über Staatengrenzen hinweg, den Kampf gegen die Krankheit aufnehmen, sowohl in der Prävention als auch in der Behandlung.

In Österreich zeigt die jährliche Zahl von durchschnittlich 436 Neuinfektionen, dass die HIV/AIDS Epidemie auch bei uns nach wie vor nicht zum Stillstand gekommen ist. Zunehmende Sorglosigkeit und mangelndes Wissen bergen das stete Risiko eines Wiederaufflammens der Epidemie auch in Österreich. Alte und neue Erkenntnisse müssen daher in eine verstärkte Aufklärung einfließen. Auch wenn HIV/AIDS heute weitgehend behandelbar ist, ist nach wie vor keine Heilung oder die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs in Sicht. Das müssen wir besonders auch jungen Menschen klar machen, da für viele von ihnen HIV/AIDS leider sein bedrohendes Gesicht verloren hat.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch auf die wichtige Rolle der österreichischen AIDS-Hilfen hinweisen. Bereits Mitte der achtziger Jahre wurden die Zivilgesellschaft und zahlreiche NGOs in die Prävention und Aufklärung eingebunden. Die kontinuierliche Förderung der AIDS-Hilfen und die enge Zusammenarbeit mit ihnen haben dazu geführt, dass sie essentielle Träger der individuellen Prävention, der Antidiskriminierung und des freien Zugangs zu kostenloser anonymer Testung sind.

Im gemeinsamen, staatenübergreifenden Kampf gegen AIDS wurden bereits während der österreichischen EU-Präsidentschaft wichtige Schritte gesetzt. Sowohl beim G-8 Gesundheitsministertreffen im April 2006 in Moskau als auch dem G8-Gipfel im Juli 2006 in St. Petersburg arbeitete die Staatengemeinschaft an effizienten Strategien. Zuletzt wurde in der „Bremen Erklärung“ neuerlich bekräftigt, dass wir diesen eingeschlagenen Weg zügig fortsetzen müssen, um die globale Bedrohung durch AIDS abzuwenden und damit Millionen Familien auf der ganzen Welt vor Krankheit, Tod und Leid zu schützen.

In diesem Sinne begrüße ich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongresses und wünsche einen erfolgreichen Tagungsverlauf.
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GRUSSWORT DER PRÄSIDENTIN DER LANDESÄRZTEKAMMER HESSEN
DR. MED. URSULA STÜWE
 
Dr. med. Ursula Stüwe
Präsidentin der Landesärztekammer Hessen
Mitglied des DÖAK-Ehrenpräsidiums
 

Zunächst möchte ich Ihnen recht herzlich danken, dass Sie mich in das Ehrenpräsidium des DÖAK 2007 aufgenommen haben. Ich hoffe, die Arbeit der beteiligten Gesellschaften zugunsten der Patientinnen und Patienten mit unterstützen zu können und freue mich auf die Zusammenarbeit.

Das Thema „AIDS“ ist in den letzten Jahren viel zu sehr in den Hintergrund geraten in der öffentlichen Diskussion. Daher ist es besonders erfreulich, dass wieder ein großer deutsch-österreichischer Kongress genau zu diesem Thema stattfindet. Das gewählte Motto: „anders denken“ zeigt jetzt schon auf, dass andere Denkweisen zu neuen Wegen führen sollen! Nur mit neuen Ideen und dem Verlassen der eingefahrenen Wege wird eine Weiterentwicklung in Therapie und Prävention möglich werden!

Auch dieser Kongress ist, wie in vielen anderen Disziplinen der Medizin, interdisziplinär angelegt. Ich halte dieses Vorgehen für zukunftsträchtig, denn viele verschiedene Berufe und Professionen werden sich zukünftig um die z. T. schwer kranken Patientinnen und Patienten kümmern. Nur so wird eine bestmögliche Betreuung gewährleistet!

Auch und gerade im Bereich der AIDS-Prävention und -Behandlung ist aber, neben der medizinisch – sozialen – fachlichen Kompetenz, die Gesundheitspolitik dringend aufgefordert, Bedingungen zu schaffen, die weiterhin eine umfassende Behandlung mit neuen und auch teuren Medikamenten für alle Betroffenen ermöglicht.

Dem Kongress wünsche ich einen großen Erfolg – in Frankfurt und in Wien!
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GRUSSWORT DES HESSISCHEN MINISTERPRÄSIDENTEN
ROLAND KOCH
 
Roland Koch
Hessischer Ministerpräsident
Mitglied des DÖAK-Ehrenpräsidiums
 


Eine HIV-Infektion ist ein dramatisches Ereignis im Leben jedes Betroffenen. Doch durch Früherkennung können viele HIV-Erkrankungen besser bekämpft werden. Deshalb will dieser Kongress unter anderem dazu beitragen, die Öffentlichkeit
über Möglichkeiten der Vorsorge, Früherkennung, Behandlung und Therapie sowie das Leben mit AIDS zu informieren, Vorurteile abzubauen und neue Strategien bei der Neuinfektion zu überdenken. Mit seinem umfangreichen Programm über die neuesten internationalen Entwicklungen wendet sich der Kongress auch an Nichtfachleute.

Das Motto des Deutsch-Österreichischen Kongresses lautet „anders denken“ und will damit die gesellschaftliche Diskussion weiter vorantreiben. Der DÖAK will auch durch gründliche Beratung die Lebensbedingungen der Kranken und ihrer Familien verbessern und allen Beteiligten Mut machen, die anstrengenden Therapien durchzustehen. Die vielfältigen Angebote helfen den Betroffenen, besser mit der Situation umzugehen, Kontakte zu anderen Patienten zu finden und Kraft für die Zukunft zu schöpfen.

Ich wünsche den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Kongresses für ihre weitere Arbeit alles Gute und viel Erfolg.

 
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